Werbung I Heute teilen wir unsere Erfahrungen mit dem Reiters Finest Family im österreichischen Südburgenland – einem Familienhotel, das vor allem durch sein außergewöhnlich vielseitiges Angebot überrascht hat. Mit unseren Reiseberichten haben zuletzt eine kleine Pause eingelegt – vermisst haben wir sie allerdings sehr. Besondere Orte zu entdecken, sie festzuhalten und euch anschließend von unseren Erfahrungen zu erzählen, gehört seit vielen Jahren zu unserem Blog und das wollen wir ab jetzt auch wieder verstärkt machen.
Unser Osterurlaub liegt inzwischen zwar schon ein paar Monate zurück, ist uns aber so schön in Erinnerung geblieben, dass wir ihn euch unbedingt noch zeigen möchten. Es waren für uns gleich zwei erste Male: erstes Mal im wunderschönen Südburgenland in Österreich und erstes Mal in einem richtigen Kinder-und Familienhotel, denn für uns ging´s ins Hotel Reiters Finest Family.

– Ankommen im Südburgenland –
Das Südburgenland ganz im Osten Österreichs, nicht weit zur ungarischen und slowakischen Grenze, kannten wir bislang noch gar nicht. Es fällt landwirtschaftlich und klimatisch ein bisschen aus der Reihe, denn mit mehr als 300 Sonnentagen ist es deutlich wärmer als im Rest des Landes. Der Norden des Bundeslandes hat sogar die längste Sonnenscheindauer von ganz Mitteleuropa. Zur groben Orientierung: vom Reiters sind es ca. 140 km nach Wien und 90 km nach Graz.
Das Vier-Sterne-Superior Familienhotel liegt auf einem 125 Hektar großen Hügel, von dem aus man Bad Tatzmannsdorf überblicken kann. Nur Hotelgäste haben Zugang zu dem Areal, auf dem sich wirklich eine ganze Welt voller Erlebnisse befindet. Und übrigens auch das Hotel Reiters Supreme, das 5 Sterne Adults Only Resort der Familie Reiter, falls ihr ohne Kinder reist (oder sie schon über 16 Jahre alt sind).

Das Herz des Resorts: Kulinarik
Kulinarik spielt im Reiters eine besonders große Rolle, allerdings geht dabei nicht einfach darum, dass man nach Slots suchen muss, in denen nichts Leckeres verfügbar ist. Vor allem hat uns beeindruckt, wie konsequent das Thema Nachhaltigkeit, Herkunft und Inhaltsstoffe gelebt wird. Ein Großteil der Produkte entsteht direkt auf der Hotelanlage, viel davon in der eigenen Produktionsstätte – der Genusswerkstatt. Woher das, was wir essen, eigentlich herkommt, ist uns generell sehr wichtig. Wir wollen dafür aber auch immer unsere Kinder sensibilisieren, weil ein echtes Bewusstsein für Lebensmittel in unserem „modernen“ Leben leider oft schon verloren gegangen ist.
Ein Blick in die Backstube
Die hauseigene Bäckerei und Nudlerei war der erste Bereich, in dem wir erleben durften, wie viel im Reiters selbst gemacht wird.

Wir trafen uns dort mit Bäckermeister Gary, der u.a. sämtliche Pasta täglich frisch herstellt (aus Hartweizengrieß von burgenländischen Biobauern und Eiern von den Hühnern direkt auf der Wiese nebenan).

Für die meisten Kinder kommen Nudeln vermutlich nur aus der Verpackung oder sie „stehen einfach fertig auf dem Tisch“, so wie am Kinderbuffet mehr oder weniger jeden Tag. Aber dass das hier keine Convenience-Produkte sind, sondern eben handgemachte Nudeln, das ist schon nochmal eine andere Nummer. Und das schmeckt man natürlich.



Neben den Suppennudeln hat Gary an diesem Morgen übrigens mit schwarzer Sepia-Pasta experimentiert. Die gab es am Abend mit Heilbutt, Blattspinat und Safran-Beurre-blanc.
Das selbe gilt auch für Brot: oft Sauerteig (der schon viele Jahre alt ist), lange Ruhezeiten, kreative Varianten von Ciabatta über Focaccia bis Baguette, klassisches Roggenbrot etc. Alles, das man sich morgens, mittags oder abends am Brotbuffet im Restaurant nehmen kann, wird in der Bäckerei vor Ort hergestellt.
Der Anspruch, möglichst viel selbst zu produzieren, zieht sich konsequent durch die gesamte Küche. Ein paar Schritte weiter wird das z.B. beim Eis fortgeführt.
Hausgemacht bis ins Detail: Die Eismanufaktur

Hier wird das Eis hergestellt, alle 1-2 Wochen, in großen Chargen (kann man sich bei einem Familienhotel vorstellen, oder? 🙂 ). Sandra produziert mit frischer Milch, die Sorbets haben einen sehr hohen Fruchtanteil. Die Zutatenliste bleibt so überschaubar wie möglich, was sich auch im Geschmack zeigt: das Eis ist klar, intensiv und natürlich.

Man kann es sich beim Mittag- und Abendessen im charmanten Retro-Eiswagen am Buffet holen.
Hinter den Kulissen: In der Küche mit dem Küchenchef
Hinter all dem steht am Ende auch eine klare Handschrift in der Küche. Während unseres Aufenthalts haben wir bei Helmuth Gangl, der die Kulinarik in den Reiters Hotels seit vielen Jahren prägt, eine spannende Führung durch seine gesamte Küche im Reiters Supreme bekommen.


Er wurde einst mit 3 Hauben ausgezeichnet.


Patrick Moser leitet nach diversen Stationen im In- und Ausland seit einigen Jahren die Küche des Reiters Finest Family. Er gestaltet seine „kulinarischen Wochen“ saisonal und abwechslungsreich und konzipiert es so, dass auch bei längeren Aufenthalten keine Routine entsteht.
Die Auswahl ist dabei bewusst nicht überfordernd. Vor allem Mittags setzt man statt eines überfüllten Buffets lieber auf eine selektierte, wechselnde Zusammenstellung – ohne dass es jemals an Vielfalt fehlt. Gleichzeitig tauchen Produkte oft am nächsten Tag in veränderter Form wieder auf, etwa als neu interpretierte Vorspeise oder Salat. Es ist ein wirklich bewusster, durchdachter Umgang mit den vorhandenen Zutaten.
Vom Hof auf den Teller: Landwirtschaft als Teil des Konzepts
Karl Reiter nahm uns mit in seine eigene, naturnahe Landwirtschaft etwa 40 Minuten entfernt.


Hier im Rabenwald leben u.a. die rund 200 Angus Rinder, Gänse, Mangalitza-Schweine, Ziegen, Sika Wild, Bienenvölker und viele mehr. Leider hat es an dem Tag geregnet bzw. sogar geschneit, was uns aber auch nicht davon abgehalten hat, zumindest ein bisschen mit anzupacken.



Angus-Rinder werden im Rabenwald in Mutterkuh-Haltung* gezüchtet. Die Kühe grasen das ganz Jahr auf weitläufigen Weideflächen, zudem dürfen die Mutterkühe in Begleitung ihrer Kälber und den 1- und 2-jährigen Rindern und Ochsen jeden Sommer 5 Monate auf die Alm.
*Mutterkuh-Haltung ist eine sehr natürliche Form der Rinderhaltung zur Fleischerzeugung. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei der Mutter und wird von ihr gesäugt. Gemolken werden Mutterkühe nicht.
Die Tiere werden überwiegend mit Gras- oder Heu gefüttert, wodurch das Fleisch einen einzigartigen Duft bekommt, der sich stark von dem der Tiere unterscheidet, die den Großteil ihres Lebens in einem Stall verbringen.
Mancher blendet das Thema ja sonst gerne aus, aber besonders wenn man kein Vegetarier oder Veganer ist, ist es auch unsere Pflicht, sich mit der Schlachtung der Tiere auseinander zu setzen. Wir erfuhren, dass der größte Stress für Tiere meist der Weg von der gewohnten Umgebung mit einem Transporter ins Schlachthaus ist. Im Rabenwald hat die Familie Reiter vor einigen Jahren daher in eine eigene Hofschlachtung investiert, die wir ebenfalls besichtigten. Die Schlachtung findet eine Tür weiter statt, was bedeutet, dass die Rinder (übrigens mit 30, eher 36 Monaten, also doppelt so lange wie im Rahmen konventioneller Tierhaltung) komplett stressfrei nach nebenan gehen. Das gesamte Fleisch wird direkt verarbeitet (Nose to Tail nennt man das) oder in den Kühlhäusern zu Dry-Aged-Fleisch gereift.
Wir essen Zuhause nur noch sehr selten Fleisch und achten stark auf Herkunft und Haltung. Dass wir positiv überrascht waren, wie hochwertig das Rindfleisch und die Produkte im Reiters wirklich sind, wäre eine Untertreibung. Sehr sehr ungewöhnlich unserer Erfahrung nach, so einen Anspruch in einem All-Inclusive-Setting zu erleben. Mit dem Wissen im Hintergrund genossen wir unseren Steakabend im Supreme noch mehr. Wenn Fleisch, dann von Rindern aus dem Rabenwald.

Wir haben noch viel von unserem Aufenthalt im Reiters Finest Family zu berichten, vor allem wollen wir euch von den Tieren und dem wundervollen Sanctuary Spa im Reiters Supreme erzählen. Damit der Blogpost aber nicht zu lang wird, folgt bald Teil 2 :).
Liebe Grüße,
die Hartmanns




