Warum ich das Workbook geschrieben habe I
Den eigenen Wohnstil zu finden beginnt für mich mit der Frage, was sich im eigenen Zuhause wirklich richtig anfühlt. Schöne, klare Räume, interessante Grundrisse, besondere Möbel oder harmonische Farbkombis interessierten mich schon immer. Ich bin tief verbunden mit dem Gefühl von Zuhause – mit der Frage, wie Räume auf mich wirken, was sie in mir auslösen und wie sehr sie meinen Alltag prägen.

Daher liebe ich es auch, unser Zuhause neu zu ordnen, auszusortieren, Möbel umzustellen, Farben miteinander zu verbinden und oft auch Dinge ganz bewusst wegzulassen. Darüber habe ich in den letzten Jahren hier auf dem Blog viel geschrieben. Mich freut es total, wenn sich ein Raumgefühl völlig verändert, obwohl ich vielleicht nur eine Kleinigkeit angepasst habe. Genauso spüre ich aber auch, wenn und wieso sich Räume trotz schöner Möbel relativ unpersönlich anfühlen – und andere sofort etwas erzählen über die Menschen, die in ihnen leben (was ich persönlich besonders faszinierend finde).
Mit diesem Workbook habe ich meiner Leidenschaft erstmals eine klare Form gegeben. Ich habe Gedanken gesammelt, die mich seit Jahren begleiten, sie strukturiert und daraus etwas entwickelt, das ihr wirklich nutzen könnt. Ich wünsche mir, dass es euch nicht nur dabei hilft, Räume zu gestalten. Sondern euch auch dabei unterstützt, euren eigenen Blick zu schärfen und herauszufinden, was wirklich zu euch und eurem Leben passt.
Den eigenen Wohnstil finden – trotz Inspirationsflut
Noch nie hatten wir Zugang zu so vielen außergewöhnlichen Interiors wie heute. Auf Instagram, Pinterest, in Magazinen und Onlineshops werden wir täglich mit Wohnungen und Häuser konfrontiert, entdecken neue Materialien, Farbkombinationen, Designklassiker und Stilrichtungen. Möglichkeiten, auf die wir selbst vermutlich nie gekommen wären und Dinge, von denen wir bis eben noch nicht mal wussten, dass sie existierten.
Das erweitert den Blick auf der einen Seite natürlich total, das ist toll. Auf der anderen Seite entsteht dadurch bei vielen auch eine große Unzufriedenheit, weil sich der Maßstab mit jedem neuen Bild verschiebt.
Wir nutzen die Bilder weniger als Inspirationsquelle, sondern mehr als Referenzobjekte.
(so ging es zumindest mir) Und die sind schwer zu erreichen, denn wie so oft sind es in vielen Fällen inszenierte Ausschnitte.
Das klingt zunächst beinahe banal, dieses „wir vergleichen uns eben alle zu häufig“. Es ist für viele aber längst zu einer echten Belastung geworden. Der ständige Blick auf vermeintlich schönere, hochwertigere und außergewöhnlichere Lebenswelten kann das Gefühl erzeugen, mit dem eigenen Zuhause, dem eigenen Geschmack und irgendwann sogar mit der eigenen Art zu leben, wirklich nicht mehr mithalten zu können. Das Eigene wirkt plötzlich nicht einfach nur weniger perfekt, sondern grundsätzlich unzureichend. Es entsteht ein tiefes Gefühl von relativer Deprivation.
Irgendwann wurde mir klar: ich muss mir nicht weniger anschauen oder mich von Inspiration vollständig abschotten (wobei es sicher oft hilft, die App zu schließen 😉 ). Den eigenen Wohnstil zu finden bedeutet vielmehr, Inspiration wieder als Impuls zu nutzen – und nicht als Maßstab für das eigene Zuhause. Es geht ja darum, ein Zuhause zu kreieren, das zu mir, meinem Alltag und meinen Bedürfnissen passt und mich wirklich wiederspiegelt. In diesem Zustand fühle ich mich inspiriert von anderen Räumen. Aber sie verunsichern mich nicht oder geben mir andauernd das Gefühl, ich muss jetzt sofort losziehen, neue Sachen kaufen oder umgestalten.
Genau an diesem Punkt setzt mein Workbook „Wohnen mit Charakter“ an. Es ist kein klassischer Einrichtungsratgeber mit festen Stilregeln oder fertigen Raumkonzepten (denn ein Zuhause mit Charakter folgt keiner bestimmten Stilrichtung). Sondern ein Arbeitsbuch für Menschen wie du und ich, die Interior lieben, sich aber zwischen all den Möglichkeiten selbst aus dem Blick verloren haben.
Im Mittelpunkt stehen deine tatsächlichen Vorlieben, dein Alltag und das Gefühl, das du zu Hause erleben möchtest.
Ein Workbook zum Hinsehen, Einordnen und Weiterentwickeln
Mit Reflexionsfragen, Moodboard-Übungen und konkreten gestalterischen Impulsen hilft es dir dabei, deine Vorlieben besser zu verstehen, einen gestalterischen roten Faden zu erkennen und daraus Entscheidungen für dein Zuhause abzuleiten.
Es begleitet dich von der ersten klassischen Bestandsaufnahme über Farben, Materialien, Kontraste und Designklassiker bis hin zu größeren Veränderungen und der Frage, in welcher Reihenfolge die am besten umgesetzt werden können.
Es geht um bewussteren Konsum. Um die vielen kleinen Käufe, die kurzfristig Veränderung versprechen, langfristig aber oft weder überzeugen noch wirklich zum eigenen Stil beitragen. Und um die Klarheit, manchmal auf das richtige Stück zu warten, statt immer wieder Geld in Zwischenlösungen zu investieren, weil wir ein „rennt schnell zu ….“-Video gesehen haben.
Unser Zuhause wächst mit uns und Charakter entsteht durch persönliche Entscheidungen
Unsere Räume verändern sich mit unserem Leben. Kinder werden bspw. größer, Gewohnheiten verschieben sich und Dinge, die früher gut funktioniert haben, passen irgendwann nicht mehr zu unserem Alltag. Auch unser Geschmack entwickelt sich natürlich weiter.
Ein Zuhause mit Charakter entsteht deshalb nicht auf einmal. Es wächst durch Entscheidungen, Erfahrungen und Dinge, die über längere Zeit Bedeutung bekommen. Manches darf bleiben, anderes gehen, neue Elemente kommen dazu.
„Wohnen mit Charakter“ soll dich dabei unterstützen, den eigenen Wohnstil zu finden und dein Zuhause aus dieser Klarheit heraus weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, wenn ich dich auf diesem Weg mit meinem Workbook begleiten kann 🙂 . Es ist ab sofort als digitale PDF hier erhältlich.
Alles Liebe,
Julia
